Domain kaufen – Diese Hinweise solltest du UNBEDINGT beachten

Tobias von Hostero
Tobias Mikula
Domain kaufen & registrieren

Eine eigene Domain kaufen – das kann doch nicht so schwer sein?

Leider doch, denn als Anfänger landest du schnell bei einem unzuverlässigen Anbieter, der VIEL zu hohe Gebühren verlangt…

… oder dir dank fragwürdiger AGB sogar deine Domain wegnehmen kann.

Damit beim Kauf alles richtig läuft, habe ich hier eine umfangreiche Anleitung zusammengestellt, welche die wichtigsten Fragen zum Domainkauf erklärt.

Du erfährst du nicht nur, was du bei der Anschaffung eine Internetadresse alles beachten & mit welchen Kosten du rechnen solltest – sondern auch, welche Anbieter empfehlenswert sind.

Direkt zu den besten Anbietern springen.

Diese Möglichkeiten gibt es, eine Domain zu kaufen

Falls du eine Webseite erstellen willst, dann stehen dir mehrere Möglichkeiten offen, um zu einer Domain zu gelangen:

  1. Domain einzeln bei einem Provider kaufen – spezialisierte Anbieter sind oft günstiger & du kannst sie anschließend selbst deinem Webserver zuweisen.
  2. Domain zusammen mit dem Webhosting kaufen – empfehlenswert für Anfänger, da die Domain dann automatisch für die Webseite konfiguriert wird.
  3. Bereits vergebene Domain vom Vorbesitzer kaufen – du kannst dem Inhaber ein Angebot machen, falls deine Wunschdomain bereits weg ist.

DIE NÄCHSTEN SCHRITTE: Alles zum Domainkauf

Anleitung zum Domainkauf

In diesem Text erkläre ich alle Möglichkeiten und gehe näher auf die verschiedenen Vor- & Nachteile ein.

Ich zeige dir nicht nur, wie du die Verfügbarkeit einer Domain überprüfst, sondern auch, wie du den richtigen Provider auswählst.

Außerdem erfährst du ein paar hilfreiche Strategien, mit denen du deine Kosten beim Domainkauf deutlich senken kannst.

 

MÖGLICHKEIT 1: Kauf beim Domainprovider

Falls du direkt mit dem Kauf einer Domain starten willst, dann machst du das am besten bei einem sogenannten Registar.

Das sind Unternehmen, welche Domains auf deinen Namen registrieren (daher die Bezeichnung Registrar) und dich in eine öffentliche Datenbank für Internetadressen eintragen – wodurch du offizieller Besitzer einer Domainadresse wirst.

Die größten Domainprovider der Welt.

Die größten Domainregistrare der Welt – doch Vorsicht, sie bieten nicht immer den besten Service.

Hinweis: Falls du mehr über Domains & den genauen Ablauf lernen willst, dann lies am besten diesen ausführlichen Artikel durch: Was ist eine Domain?

Wie unterscheiden sich die einzelnen Registrare?

Du denkst vielleicht: Ein Registrar muss doch nur deine Domains verwalten, was kann da schon schiefgehen?

Leider unterscheidet sich die Praxis hier ganz deutlich von der grauen Theorie.

Im Laufe der Jahre habe ich schon vielfache Bekanntschaft mit verschiedenen Domainanbietern gemacht – und vom absoluten Albtraum bis hin zum zuverlässigen Anbieter alles erlebt:

Die Gebühren unterscheiden sich zum Teil ERHEBLICH: In manchen Fällen musst du für die gleiche Leistung einen mehr als doppelt so hohen Preis zahlen.

Versteckte Gebühren & Lockangebote sind weit verbreitet: Oft gilt der günstige Preis nur fürs 1. Jahr, dann zieht er kräftig an – oder es werden Zusatzgebühren fällig.

Langsame Verwaltung & unzuverlässiger Service: Viele Registrare machen es besonders schwer, eine Domain zu transferieren (oder Premiumpakete abzubestellen).

Zusammenfassung: Ein zuverlässiger Domainprovider ist also sehr wichtig, um dir hohe Kosten & technische Probleme zu ersparen. Doch wie findest du einen solchen Anbieter?

 

Die besten Domain-Registrare

empfehlenswerte webseiten zum domainkauf

Damit du nicht lange nach dem richtigen Anbieter für deine Internetadresse suchen musst, habe ich hier eine kleine Liste mit verschiedenen Registraren zusammengestellt.

Ich habe im Laufe der Jahre bei jedem der hier vorgestellten Unternehmen mehrere Domainadressen registriert und mit sämtlichen davon gute Erfahrungen gemacht.

Ganz zum Schluss stelle ich auch noch ein paar empfehlenswerte Hostinganbieter vor, bei denen du das Webhosting + die Domain gemeinsam kaufen & so ein bisschen Geld sparen kannst.

Domainprovider aus Deutschland oder dem Ausland?

Welcher Anbieter für dich geeignet ist, hängt von deinen Anforderungen ab:

  • Falls dir vor allem ein niedriger Preis wichtig ist und du mit einem englischen Kundenservice kein Problem hast, dann greif am besten zu einem internationalen Anbieter.
  • Willst du hingegen eine .de Domain kaufen und außerdem deutschsprachige Betreuung erhalten, dann wähle am besten einen der vorgestellten Provider aus dem Inland.

Hinweis: Die meisten Registrare bieten ALLE gängigen Domainendungen an.

.de Domain kaufen – Du kannst sie überall finden

Amerikanische Provider haben also meistens auch .de Adressen im Sortiment – und bei deutschen Anbietern kannst du wiederum problemlos .com oder .us Domains kaufen.

deutsche domains kaufen

DE Domains kannst du bei den meisten großen Registraren kaufen.

Trotzdem kann ein deutsches Unternehmen Sinn machen, denn oftmals hat der Kundenservice mehr Erfahrung mit den deutschen Begebenheiten als große internationale Anbieter.

Zusammenfassung: Sämtliche Registrare haben meist alle wichtigen TLDs (Domainendungen) im Angebot. Internationale & deutsche Unternehmen unterscheiden sich aber im Preis & bei den Zusatzleistungen.

Internationale Domainprovider

Domain kaufen - Anbieter international

Namesilo.com

Namesilo ist einer meiner Favoriten für Adressen wie .com oder .net. Und das hat einen einfachen Grund: Die Gebühren gehören zu den niedrigsten in der Branche & sind zu 100% transparent. Außerdem gibt es bei Namesilo standardmäßig eine WHOIS-Protection kostenfrei dazu.

Tipp: Mit dem Gutscheincode Hostero bekommst du 1$ Rabatt.

Namecheap.com

Auch Namecheap genießt im internationalen Web einen guten Ruf als solider Domainanbieter und bietet auch .de Domains an. Die Preise sind günstig & transparent – allerdings musst du ab dem 2. Jahr für ein privates WHOIS zahlen (falls du deine Kontaktdaten nicht öffentlich preisgeben willst.)

Gandi.net

Der Leitspruch dieses europäischen Anbieters ist „No Bullshit“. Und diesem Motto wird Gandi auch gerecht – versteckte Gebühren oder irgendwelche Preiserhöhungen nach dem 1. Jahr suchst du vergebens. Die Preise sind zwar nicht die absolut billigsten, doch sehr fair – und du kannst dich auf den kompetenten Support verlassen.

Internet.bs

Einer der günstigsten Anbieter überhaupt – doch der Support ist nicht der schnellste & du kannst nicht alle Domainendungen finden. Für beliebte Adressen wie .com oder .net ist Internet.bs aber empfehlenswert.

Deutschsprachige Domainanbieter

Domain kaufen - Anbieter aus Deutschland

Domainfactory.de

Der Kundenservice ist für die recht günstigen Preise gut. Allerdings gibt es bei Domainfactory auch einige Lockangebote, die nach dem ersten Jahr teurer werden. Trotz dieser fehlenden Transparenz habe ich gute Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht.

Tecspace.de

Viel günstiger als mit Tecspace wird es für .de Domains nicht mehr. ALLERDINGS ist die Bedienung nur für Profis geeignet, denn sie ist nicht gerade übersichtlich & bietet viele Einstellungsmöglichkeiten (mit denen man sich auch die Weiterleitung zur Webseite zerschießen kann).

Edis.at

Okay, die Bedienoberfläche sieht recht veraltet aus & die Preise gehören sicher nicht zu den billigsten – doch der technische Support bei Edis ist großartig. Man merkt einfach, dass dort ein paar Leute mit zig Jahren Erfahrung arbeiten – und dir selbst bei komplexen Problemen zuverlässig weiterhelfen können.

 

MÖGLICHKEIT 2: Domain & Webhosting gemeinsam kaufen

Falls du gerade erst dabei bist, eine Webseite oder einen Blog zu erstellen, dann kannst du die Domain gleich zusammen mit einem Server registrieren – bei den meisten Anbietern entfällt dann die Gebühr für die Adresse.

Domainadresse beim Anbieter kaufen.

In vielen Hostingpaketen ist die Domain bereits inkludiert.

Außerdem empfehle ich diese Option für Anfänger, denn dein Provider übernimmt dann auch gleich die Konfiguration für dich und leitet die Domain direkt auf dein Webhosting weiter.

Daher solltest du allerdings einen wirklich zuverlässigen Provider auswählen, damit deine Webseite nicht andauernd abstürzt & von technischen Problemen geplagt wird.

Hinweis: In diesem Webhosting-Vergleich findest du immer die aktuell besten Hoster (jeder davon bietet auch Domains an).

Domain zusammen mit dem Webhosting kaufen

Alfahosting

Neben dem tollen deutschsprachigen Kundenservice überzeugt Alfahosting vor allem mit den fairen Preisen – die angesichts der Leistung sehr günstig sind. Zu den meisten Hostingpaketen gibt’s die Domain GRATIS dazu. Mehr im Test lesen.

Webgo

Hier erhältst du zwischen 3 und 20 (!) Domains zum Hosting dazu. Die Preise sind nicht die billigsten, doch dafür sind alle wichtigen Funktionen enthalten – selbst solche, die du bei der Konkurrenz kostenpflichtig hinzukaufen musst. Mehr im Test lesen.

Siteground

Dieser Anbieter aus den Niederlanden ist vor allem für Blogs sowie kleine Webseiten bekannt & wird u.a. auf der offiziellen WordPress Seite empfohlen. Zu jedem der 3 übersichtlichen Hostingpakete gibt es außerdem eine Domainadresse. Mehr im Test lesen.

Warum bieten Webhoster die Domain GRATIS an?

In meisten Fällen wollen sie einfach Kunden an sich binden. Zwar kannst du die Domain jederzeit zu einem anderen Registrar transferieren, doch viele Kunden sparen sich diesen Aufwand (und bleiben lieber bei ihrem Anbieter).

Falls du also auf möglichst große Unabhängigkeitswert legst, solltest du Domain & Webhosting getrennt kaufen.

Ich persönlich empfehle Anfängern aber trotzdem beides zusammen zu registrieren, denn dann erfolgt die Einrichtung der Domain automatisch & du musst dich nicht mit irgendwelchen Nameservern herumschlagen.

(Wenn du nicht weißt, was das ist, dann solltest du dir den Ärger sparen & die Domaineinrichtung deinem Provider überlassen).

Bei einem zuverlässigen Hostingprovider bist dann in guten Händen – sowohl bei der Domainverwaltung als auch beim Hosting selbst.

Was du sonst noch vor dem Kauf einer Domain beachten solltest

Der Kauf einer Internetadresse ist im Grunde eine recht unkomplizierte Sache.

Variante 1: Du gibst einfach deinen Wunschnamen in die Suche ein und der Domainprovider zeigt dir an, welche Internetadressen noch verfügbar sind.

Variante 2: Ist sie bereits vergeben, dann kannst du sie nicht noch einmal registrieren (möglicherweise ist sie trotzdem noch verfügbar, mehr dazu weiter unten).

Um den Vorgang abzuschließen, solltest du anschließend noch ein paar Informationen bereitstellen.

Diese Daten sind beim Domainkauf nötig

Um eine Domain zu erwerben, sind mindestens eine gültige E-Mail und Kontaktdaten wie deine Adresse nötig.

  • Registrierst du beispielsweise eine .com Domain, musst du nach dem Kauf nur noch deine Mailadresse bestätigen und das war es dann schon.
  • Allerdings können je nach Endung noch weitere Anforderungen entstehen: für .de Adressen benötigst du z.B. einen Wohnsitz in Deutschland.

Oft ist es auch möglich, den Domainanbieter als Vertretung im jeweiligen Land zu nutzen. Österreicher können beispielsweise bei Edis.at eine deutsche Domain registrieren (dann tritt Edis als Vertreter auf und stellt den deutschen Wohnsitz).

Ich will die Sache aber nicht komplizierter machen, als sie ist.

Hinweis: Bei den meisten Endungen sind keine besonderen Anforderungen nötig. Und falls doch, dann warnen dich alle großen Anbieter VOR dem Kauf  – es ist also quasi unmöglich, hier einen Fehlkauf zu machen.

In diesem Artikel gehe ich noch ein wenig ausführlicher auf die Einrichtung einer Domain ein – allerdings sind die Schritte in den meisten Fällen selbsterklären & auch für Anfänger zu bewältigen.

Den richtigen Namen auswählen

Bevor du deine Domain registrierst, solltest du UNBEDINGT ein paar kreative Vorschläge sammeln.

Die richtige Domain kaufen.

#1 Es ist ratsam, auf geschützte Begriffe & Marken zu verzichten. Mit einer Domain wie www.nike-schuhe.de wirst du schneller Post von einem Anwaltsteam bekommen, als dir lieb ist.

#2 Außerdem sollte der Name leicht für deine Besucher zu merken sein. Einen Zungenbrecher wie www.sommerschlussverkaufsonderangebote.de will besonders am Smartphone keiner eingeben.

Ich empfehle dir einen möglichst kreativen & einzigartigen Begriff für die Domain zu wählen – dein richtiger Name ist in vielen Fällen der ideale Startpunkt für persönliche Projekte

Mehr Infos zu diesem Thema findest du hier: 7 Tipps für die Auswahl des richtigen Domainnamens

BONUSFRAGE: Wo kann ich günstige Domains kaufen?

Es gibt leider nicht DEN günstigsten Anbieter – doch meistens fährst du mit einem transparenten Provider am besten, denn dann hast du die volle Kostenübersicht.

Namesilo.com & Internet.bs gehören bei internationalen Domainendungen oft zu den billigsten Optionen, in Deutschland ist tecspace.de unter den preiswertesten.

Wenn du aber ohnehin ein Webhosting benötigst, dann registriere die Domain am besten gleich bei einem solchen Anbieter – die Domain ist in diesem Fall bereits im Hostingpaket eingepreist & du musst nicht doppelt zahlen.

 

MÖGLICHKEIT 3: Vergebene Internetadressen kaufen

Eine Domian neu zu registrieren stellt heutzutage also selbst für Anfänger kein großes Hindernis mehr dar.

Falls die Domain allerdings bereits vergeben ist, dann wird es schnell kompliziert, denn dann kannst du deine Wunschadresse nicht mehr über einen Anbieter registrieren.

Jede Domain ist nämlich einzigartig und kann nur 1x verwendet werden.

vergebene domain registrieren

Manchmal sind unsere Wunschdomains bereits vergeben.

Allerdings gibt es einen anderen Weg, mit welchem du manchmal trotzdem noch zu deiner Wunschdomain gelangst:

Du kannst die Internetadresse direkt vom Vorbesitzer kaufen.

Außerdem gibt es auch noch spezialisierte Portale, auf denen Domains gehandelt werden. Einige der besten Webseiten für solche Zwecke stelle ich weiter unten vor.

Einige Wahrheiten zum Kauf vergebener Domains

Bevor ich dir allerdings ein paar konkrete Tipps gebe, möchte ich dich vorwarnen: Der Kauf einer weggeschnappten Internetadresse kann eine teure & nervenaufreibende Sache werden.

  • Problem 1: Viele Inhaber wollen sich gar nicht von ihrer Domain trennen (und es kann sie auch keiner dazu zwingen).
  • Problem 2: Andere Besitzer verlangen wiederum teure Mondpreise, die ordentlich (!) ins Geld gehen können.

In den meisten Fällen empfehle ich dir daher, UNBEDINGT alle weiteren Möglichkeiten auszuschöpfen:

Ein hilfreicher Tipp: Möglicherweise ist ein anderer Begriff genauso gut für deine Domain geeignet – hier ist Kreativität gefragt. In vielen Fällen kannst du alleine dadurch schon hohe Geldsummen sparen.

Ein weiterer Tipp: Wenn deine Domain nicht mehr verfügbar ist, dann probiere am besten eine andere Endung aus. Deutsche Begriffe sind oft noch als .com, .net oder .org zu haben.

Zusammenfassung: Mach dir vor dem Kauf einer vergebenen Domain ein paar Gedanken, ob es wirklich DIESE Internetadresse sein muss. Möglicherweise ist eine gleichwertige Alternative genauso gut geeignet.

Vergebene Domains finden – so geht‘s

Falls du aber fest dazu entschlossen bist, eine bereits gekaufte Domain zu erstehen, dann zeige ich dir einige Tipps, wie du mit dem Besitzer Kontakt aufnehmen kannst.

Im 1. Schritt musst du natürlich erst einmal herausfinden, WER die Domain überhaupt besitzt.

SCHRITT 1: Inhaber im WHOIS herausfinden

Im WHOIS werden alle Besitzer von Domains abgespeichert – inklusive einer gültigen E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme.

Das erleichtert die Suche nach Domaininhabern ganz gewaltig, denn jeder Interessierte kann diese öffentliche Datenbank durchsuchen. Die einfachste Möglichkeit für Abfragen stellen wohl Webseiten wie diese dar:

http://whois.domaintools.com/

Gibst du dort eine Domainadresse ein, dann siehst auf den 1. Blick alles Wichtige – z.B. den Namen des Besitzers, seine E-Mail-Adresse & meist noch weitere Informationen wie den Standort des Servers.

So findest du den Besitzer vor dem Kauf.

So sieht ein typischer Eintrag im WHOIS aus.

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, um Abfragen zu starten. Doch in den meisten Fällen solltest du den Inhaber einer Domainadresse auf diese Weise finden können.

Sonderfall deutschsprachige Domains

Die deutsche Gesetzgebung macht es dir sehr einfach, mit den Besitzern einer deutschen Webseite Kontakt aufzunehmen.

Im Impressum müssen nämlich Daten wie die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer öffentlich zugänglich gemacht werden.

Hinweis: Diese Regelung beschränkt sich nicht nur auf .de Domains, sondern gilt für ALLE Webseiten mit deutschsprachigen Inhalten. Auch meine Seite hostero.net verfügt beispielsweise über ein solches Impressum.

Zwar ist der Betreiber einer Webseite nicht immer gleichzeitig der Domainbesitzer, doch in solchen Fällen kannst du dann nach dem richtigen Inhaber fragen.

Weiterer Tipp: Im Register der Vergabestelle DENIC sind alle .de Domains inklusive Besitzer registriert.

Sonderfall WHOIS Protection

Leider gibt es auch noch weitere Hürden: Bei vielen internationalen Domainendungen ist es nämlich möglich, die Kontaktdaten im WHOIS zu verschleiern.

Entscheidet sich ein Domainbesitzer für die sogenannte WHOIS Protection, dann findest du statt der persönlichen Email-Adresse nur eine Mailadresse des Providers.

Anbieter statt tatsächlicher Besitzer

Manche Besitzer verschleiern ihre Identität.

Du kannst deine Nachricht zwar an die angegebene Mailadresse senden und sie wird zum Besitzer weitergeleitet – doch direkt Kontakt aufnehmen kannst du nicht.

Einzige Möglichkeit bleibt dann, auf der Webseite selbst nach irgendwelchen E-Mail-Adressen & Kontaktdaten Ausschau zu halten.

In den meisten Fällen sollte es aber ohne Probleme möglich sein, die Mail im WHOIS zu finden, denn die überwiegende Mehrheit aller Domains ist hier vollständig öffentlich zugänglich – ganz ohne anonyme Einträge.

SCHRITT 2: Den Besitzer mit einem Angebot kontaktieren

Hast du den Besitzer einer Domainadresse herausgefunden, dann kannst du per E-Mail Kontakt mit ihm aufnehmen.

Was du genau schreiben solltest, hängt natürlich auch vom Status der Domain selbst ab:

Möglichkeit 1: Ist die Domain öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben, dann kannst du direkt mit dem Verhandeln beginnen. Hier erkläre ich gleich noch ein paar Strategien aus der Praxis.

Möglichkeit 2: Auch bei unfertigen oder toten (nicht mehr erreichbaren) Webseiten ist die Chance groß, dass dir der Inhaber die Domain zu einem günstigen Preis überlässt.

Möglichkeit 3: Nützt der Inhaber seine Domain hingegen selbst für Webseiten, dann solltest zu aller erst einmal in Erfahrung bringen, ob er die Adresse überhaupt verkaufen will.

Wann der Kauf schwierig wird

Meiner Erfahrung nach ist es im 3. Fall oft unwahrscheinlich, den Besitzer zum Kauf zu bewegen.

  • Der Name seiner Webseite hat sich wahrscheinlich schon bei seinen Besuchern etabliert und zahlreiche Verlinkungen gesammelt.
  • Ein Wechsel auf eine neue Domain bedeutet da nur unnötigen Stress & mögliche Nachteile – deshalb verzichten viele auf einen Verkauf.

Nichtsdestotrotz wirst du auch hier ab & zu Glück haben – es gibt genug freundliche Webseitenbetreiber, die dir die Domain gratis oder gegen eine kleine Aufwandsentschädigung überlassen.

SCHRITT 3: Den Preis einer Domain mit dem Besitzer verhandeln

Denk am besten GENAU darüber nach, wieviel dir deine Wunschdomain wert ist. Dein maximales Budget zu kennen hilft dir enorm bei den Preisverhandlungen.

Außerdem schadet es nicht, den objektiven Wert einer Internetadresse zu bestimmen.

Je wertvoller eine Domain für andere ist, umso höher fallen die Preisvorstellungen des Inhabers aus & du kannst dich bei den Verhandlungen daran orientieren.

Diese Kriterien treiben den Preis nach oben:

Preis einer Internetadresse herausfinden

Je mehr der folgenden Eigenschaften auf eine Domain zutreffen, desto teurer ist sie im Schnitt:

#1 Kürze der Domain: Das wichtigste Maß überhaupt – Domains mit möglichst wenigen Zeichen erzielen regelmäßig Höchstpreise. Alles unter 5 Zeichen kann teuer werden.

#2 Domainendung: Seriöse & vertraute Top Level Domains wie .com, .de oder .org sind deutlich mehr wert als exotische Endungen wie .xyz, .biz oder .sx.

#3 Gängige Begriffe ohne Füllwörter: Eine leicht zu merkende Domain wie versicherung.de ist deutlich gefragter als meineversicherung.de oder versicherung-abschließen.de

Das sind allerdings nur grobe Anhaltspunkte: Der Wert einer Domain richtet sich auch nach deinen Anforderungen – falls sie z.B. den Namen deines Geschäfts enthält, dann ist sie für dich wahrscheinlich mehr wert als für andere.

Verhandlungsstrategien beim Domainkauf

Wenn du dir also über dein Budget im Klaren bist, kannst du die Preisvorstellungen des Besitzers herausfinden.

Meistens läuft es dann auf eine dieser Antworten hinaus:

  • Du erhältst ein konkretes Kaufangebot, welches meiner Erfahrung nach meistens VIEL zu hoch ausfällt. Orientiere dich an den Kriterien von oben, um den tatsächlichen Preis einer Domain zu bewerten & ein Gegenangebot zu machen.
  • Du musst den Preis vorschlagen. Ich persönlich bleibe hier meist 30-40% unter meiner Budgetgrenze – meistens erhöht sich der Preis nämlich noch etwas. Manchmal kommst du aber auch mit extrem niedrigen Angeboten durch.

Du siehst also, dass es keinen Königsweg gibt – selbst wenn du alles richtig machst, verlangen manche Inhaber völlig überteuerte Preise. Hier hilft nur allgemeines Verhandlungsgeschick (oder viel Glück).

P.S.: Ich habe in diesem Artikel zum Domainverkauf außerdem noch weitere Tipps geschrieben – diese sind zwar für die „andere Seite“ gedacht, doch sie helfen dir natürlich auch als Käufer (um Fallen aus dem Weg zu gehen).

WICHTIGER HINWEIS: Zusagen per E-Mail können rechtlich bindend sein. Verhandle also aufrichtig & mit ernsthafter Kaufabsicht.

SCHRITT 4: Domainwechsel zum Käufer

Habt ihr euch auf einen Kaufpreis geeinigt, dann kann der Inhaber die Domain auf deinen Namen übertragen. Das geht bei den meisten Registraren sehr einfach & ist innerhalb weniger Tage abgeschlossen.

Tipp: Um rechtlich abgesichert zu sein, empfehle ich unbedingt einen professionellen Kaufvertrag abzuschließen.

Dadurch ist sichergestellt, dass im Nachhinein keine Beschwerden auftreten, sondern beide Parteien ein rechtlich bindendes Abkommen besitzen.

Hinweis: Deutsche Muster für einen solchen Kaufvertrag kannst du beispielsweise hier finden.

Vergebene Domains auf Portalen kaufen

Es gibt außerdem ein paar Webseiten, die sich auf den Domainhandel spezialisiert haben.

Dank ihnen kannst du bequem Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen & den Verkauf schnell abwickeln – allerdings findest du dort nicht jede Domain.

Außerdem werden beim Kauf verschiedene Gebühren fällig (der Gesamtpreis erhöht sich dadurch etwas, meist betragen die zusätzlichen Kosten 3-7%).

Empfehlenswerte Webseiten für den Domainhandel

Sedo.com

Ein internationaler Händler für Domains, bei dem es auch viele deutschsprachige Internetadressen zu erwerben gibt. Hier kannst du nicht nur verschiedene TLDs nach lohnenswerten Internetadressen suchen, sondern auch selbst als Verkäufer tätig werden.

Flippa.com

Auf Flippa kannst du nicht nur mit Domains handeln, sondern auch mit kompletten Webseiten. Die meisten davon sind englisch, doch ab und zu gibt es auch ein paar deutschsprachige Angebote zu finden.

Zusammenfassung zum Kauf vergebene Domains

Der Kauf von einem anderen Domainbesitzer ist nicht immer einfach – und Erfolg keineswegs garantiert.

Aus diesem Grund empfehle ich deshalb immer, zuerst noch einmal ein wenig Brainstorming zu betreiben, um einen alternativen Namen zu finden (der noch nicht vergeben ist).

Sollte die Suche nach Alternativen erfolglos bleiben, kannst du danach noch immer den Inhaber deiner Wunschdomain kontaktieren. Dann helfen dir hoffentlich die oben genannten Strategien, um einen möglichst günstigen Preis herauszuschlagen.

BONUSKAPITEL: Abgelaufene Domains kaufen

In vielen Fällen hält der Besitzer die Domain nicht ewig, sondern lässt sie nach einigen Jahren wieder fallen – und dann passiert folgendes:

  1. Nachdem die Frist zur Erneuerung abgelaufen ist, wird die Domainadresse vom Registrar erneut freigeben.
  2. Du kannst die Domain dann ein weiteres Mal registrieren und bist dann der neue Besitzer – ohne Zusatzkosten.

Doch warum sind abgelaufene Domains (auch Expired Domains genannt) überhaupt interessant? Was unterscheidet sie von „normalen“ Domains ohne Registrierung?

expired domains kaufen

Diese Vorteile können Expired Domains haben

Viele dieser abgelaufenen Internetadressen haben eine Vorgeschichte, die eine bessere Platzierung in Google (SEO) bringen kann.

#1 – Der Name der Domain könnte bekannt sein & ganz automatisch neue Besucher anlocken.

#2 – Vielleicht sind auch noch Links zur Domain im Web zu finden, was die Position in Google erhöht.

#3 – Möglicherweise gibt es noch andere Bewertungen, Einträge oder Erwähnungen der Domain.

Ein Beispiel: Würde amazon.de ablaufen, dann gäbe es trotzdem noch tausende Links zur Webseite. Viele Menschen würden Amazon auch einfach aus Gewohnheit aufrufen.

Genau das macht abgelaufene Domains so interessant. Sie bieten eine schnelle Möglichkeit für mehr Besucher. Meiner Meinung nach ist diese Form des Domainkaufs allerdings nur für SEO-Experten sinnvoll, denn:

Die Vorgeschichte einer Domain kann auch negativ sein

Der Vorbesitzer einer Domainadresse könnte sie auch für Spam oder andere zwielichtige Zwecke benutzt haben – und wurde dafür möglicherweise von Google abgestraft.

Sie erscheint dann also nie mehr auf den vorderen Plätzen in den Suchergebnissen.

Eine weiterer Nachteil könnten bestehende Links von unseriösen Webseiten (Glückspiel, Erwachseneninhalte, usw.) sein, welche du „übernimmst“.

Zusammenfassung: Aus diesem Grund ist der gezielte Kauf von Expired Domains nur für Profis zu empfehlen, welche die Vorgeschichte einer Internetadresse genau bewerten können.

Abschließendes Fazit zum Thema Domains kaufen

Wie du siehst, gibt es beim Domainkauf einiges zu beachten – dafür spricht alleine schon die Länge dieses Artikels.

Als Anfänger solltest du dich davon aber nicht abschrecken lassen, denn im Grunde ist die Registrierung einer Domain ein ziemlich einfacher Prozess.

  • Schritt 1: Wähle zuallererst einen passenden Namen für deine neue Webseite.
  • Schritt 2: Suche dann auf der Webseite eines zuverlässigen Anbieters danach.
  • Schritt 3: Falls die Domain verfügbar ist, dann registriere sie auf deinen Namen.

In den meisten Fällen war es das auch schon. Kompliziert wird es nur, wenn du eine bereits vergebene Domain erstehen willst – doch meiner Erfahrung nach kommst du mit einer kreativen Namenswahl meist darum herum.

Es gibt nämlich fast immer eine gleichwertige Alternative, auf die du nach ein wenig Brainstorming aufmerksam wirst. Viel Glück bei der Suche!

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel geholfen hat. Bitte empfehle ihn auch an andere weiter, um diese kostenfreien Informationen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

P.S.: Hier findest du noch einige hilfreiche Links:

7 Tipps zur Auswahl einer Domain

Der Aufbau von Domains erklärt

GRATIS-Anleitung zum Erstellen einer Webseite

Vergleich des aktuell besten Webhostings

 

 

Über den Autor Tobias Mikula

Ich betreue bereits seit Jahren verschiedene Webprojekte und habe dabei Erfahrungen mit allen großen Hostinganbietern gesammelt. Weil mich immer mehr Zuschriften mit Fragen erreichten, habe diese Seite ins Leben gerufen, um mein Wissen mit anderen zu teilen.